Neben den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung, den landwirtschaftlichen Alterskassen und berufsständischen Versorgungswerken werden nun auch Beiträge zur Basis-Rente / Rürup-Rente im Rahmen der Basisversorgung als Aufwendungen zur Altersvorsorge klassifiziert und stufenweise bis 2025 vollständig steuerlich abzugsfähig.

Begonnen wurde 2005 mit einer Anrechnung von 60 Prozent der innerhalb des Höchstbetrages von 20.000 Euro gezahlten Beiträge (einschließlich des Arbeitgeberanteils), maximal somit 12.000 Euro. Die 60 Prozent steigen jährlich um 2-Prozenpunkte an (76 Prozent in 2013). Eine Günstigerprüfung im Rahmen der jährlichen Steuerbescheidung garantiert bis zum Jahr 2019, dass niemand gegenüber dem alten Recht schlechter gestellt wird. Vor der Einführung der neuen Besteuerungsregeln von Alterseinkünften hatten z. B. steuerpflichtige Selbstständige die Möglichkeit, Beiträge zur privaten Altersvorsorge bis zu einer Höhe von 5.069 Euro von der Steuer abzusetzen. Diese ergaben sich im Wesentlichen aus Beiträgen zur Privaten Krankenversicherung und anderen zur Vorsorge bestimmten Versicherungsleistungen. Im Zuge der Einführung des Alterseinkünftegesetzes reduzierte sich der als Sonderausgaben anzusetzende Betrag auf 2.400 Euro pro Veranlagungszeitraum. Mit Hilfe der Günstigerprüfung ermittelt nun das Finanzamt, nach welcher Regelung sich der Versicherte besser stellt und gewährt diesem die günstigere Variante.

Jahr Sonderausgabenabzug
max. 20.000 Euro
Jahr Sonderausgabenabzug
max. 20.000 Euro
  Prozent EUR   Prozent EUR
2005 60 12.000 2015 80 16.000
2006 62 12.400 2016 82 16.400
2007 64 12.800 2017 84 16.800
2008 66 13.200 2018 86 17.200
2009 68 13.600 2019 88 17.600
2010 70 14.000 2020 90 18.000
2011 72 14.400 2021 92 18.400
2012 74 14.800 2022 94 18.800
2013 76 15.200 2023 96 19.200
2014 78 15.600 2024 98 19.600
      2025 100

20.000


Parallel zur Steuerbefreiung der Altersvorsorgeaufwendungen werden die Renten, d. h. auch die Leistungen aus Basis-/"Rürup"-Renten zunehmend besteuert (nachgelagerte Besteuerung). Wer im Jahr 2005 Rente bezogen hat, musste diese zu 50 Prozent versteuern. Für jeden neuen Rentnerjahrgang erhöht sich der Besteuerungsanteil jährlich um zwei Prozentpunkte und ab 2021 jährlich um einen Prozentpunkt. Im Jahr 2040 sind somit sämtliche Renteneinkünfte vollumfänglich steuerpflichtig. Mit dieser Regelung werden dann Renten und Pensionen einkommensteuerrechtlich gleich behandelt, d. h. voll nachgelagert besteuert werden.

Jahr des
Renteneintritts
Steuerpflichtiger
Anteil in %
Jahr des Renteneintritts Steuerpflichtiger
Anteil in %
2005 50 2023 83
2006 52 2024 84
2007 54 2025 85
2008 56 2026 86
2009 58 2027 87
2010 60 2028 88
2011 62 2029 89
2012 64 2030 90
2013 66 2031 91
2014 68 2032 92
2015 70 2033 93
2016 72 2034 94
2017 74 2035 95
2018 76 2036 96
2019 78 2037 97
2020 80 2038 98
2021 81 2039 99
2022 82 2040 100

Das Alterseinkünftegesetz wird die Altersvorsorge in Deutschland nachhaltig verändern. Aufgrund der Einführung der nachgelagerten Besteuerung sowie der schrittweisen Steuerbefreiung der entsprechenden Vorsorgeaufwendungen schafft der Staat beim Bürger neue finanzielle Spielräume für die notwendige, zusätzliche private Altersvorsorge. In der Ansparphase profitiert der Steuerpflichtige von Steuervergünstigungen bei höheren persönlichen Steuersätzen wohingegen sich in der Rentenphase die nachgelagerte Besteuerung aufgrund hoher Freibeträge und einem niedrigeren persönlichen Steuersatz geringer auswirkt.

 
       
       
       
       
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